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Berufsverbote: ein "vergessenes" Kapitel der westdeutschen Geschichte - Interview mit Cornelia Booß-Ziegling

29.10.2012 von Hubert Brieden

Betroffene von Berufsverboten vor dem Niedersächsischen Landtag am 6.11.2012

Am 28.1.1972 beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz der Bundesrepublik Deutschland den so genannten "Radikalenerlass". Die Bespitzelung von BewerberInnen vor allem für den Öffentlichen Dienst durch den "Verfassunungsschutz" und andere westdeutsche Geheimdienste nahm ungeahnte Dimensionen an. In den Folgejahren wurden mehr als 11000 Berufsverbotsverfahren gegen Menschen eingeleitet, die linker Aktivitäten verdächtigt wurden. Auch Cornelia Booß-Ziegling war als Lehrerin betroffen. Sie berichtet von einem gern "vergessenen" Kapitel der westdeutschen Geschichte. Doch es geht ihr nicht nur um Geschichtsaufarbeitung, sondern auch um die Rehabilitation der Betroffenen.

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Kommentar von Claus Schlaberg | 14.11.2014

"Ich habe vor Gericht versucht, meine Verfassungstreue, meine Persönlichkeit mit Leumundszeugnissen vom Rektor der Bielefelder Uni über einen Bischof, die mich alle kannten aus meiner politischen Arbeit, versucht, das darzulegen, dass ich keine Verfassungsfeindin bin. Es ist mir leider nicht gelungen", sagt Frau Booß-Ziegling im DLF. Damit stellt sie sich dumm! Sie hat für die DKP kandidiert, die in ihrem Programm die WVO-Staaten als 'eigentliche Friedensbewegung' begriff. Wie deutlich hätte diese Partei denn noch sagen müssen, wohin für sie die Reise gehen sollte? Und dazu muss Frau Booß-Ziegling sich äußern. Es wäre ein Skandal, wenn Betroffene nun Entschädigung bekämen.

Kommentar von Claus Schlaberg | 16.11.2014

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Kommission-soll-Radikalenerlass-aufarbeiten,radikalenerlass102.html
Hier schrieb ich:
Manche wollen jetzt Entschädigung, hörte ich gestern im Deutschlandradio. "Ich war doch kein schlechter Lehrer!" ist allerdings überhaupt kein Argument, sondern eher ein wahrscheinlich gelingender Versuch, sich öffentlich dumm zu stellen. Die DKP wollte einen völlig anderen Staat und schrieb im Programm ausdrücklich, die WVO-Staaten seien die 'eigentliche Friedensbewegung'. Es ist doch ganz klar, dass man sich damit nicht als Lehrer eignet!
Was hindert radioflora bislang daran, diese begründete Haltung zu akzeptieren?

 
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