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Europa macht die Grenzen dicht. – Dramatische Situation in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze. Noborder-Kitchen hilft vor Ort.

10.12.2015 von Axel Kleinecke

„Noborder-kitchen“ oder auf Deutsch „Grenzenloskochen“ ist eine ursprünglich 8-köpfige Gruppe aus Norddeutschland, aber jetzt auch schon mit neuen Mitgliedern aus Melbourne und Marokko, die im November 2015 mit einem 12 Tonner aufgebrochen sind nach Süden, um für die Flüchtlinge in großem Stil zu kochen und ihnen gespendetes Material, Zelte, Decken, Schlafsäcke usw. zu bringen. In Idomeni, an der griechisch- mazedonischen Grenze, haben sie seit Ende November zusammen mit zwei anderen Kochgruppen mit ihrer mobilen Küche, zunächst in einem Eisenbahnwaggon, zeitweise 3000 Flüchtlinge mit warmem Essen versorgt.

 

Der dramatische Stau der hier zuvor nach Europa noch frei durchreisenden Menschen wurde durch eine neue Maßnahme der europäischen Grenzpolitik verursacht: Die Grenze ist jetzt geschlossen, nur noch Kriegsflüchtlinge aus Syrien und angrenzenden Gebieten werden noch durchgelassen. Für die vielen anderen wurde die Grenze mit Nato-Draht, mit Zäunen und mit militärischer Überwachung dichtgemacht, auch Frontex wird hier in den nächsten Tagen stationiert werden.

 

Nach den Berichten der Helfer ist die Situation in dem provisorischen Massenlager bei Idomeni katastrophal. Die Kochcrews kochen nonstop, aber sie werden dauernd in ihrer Arbeit durch polizeiliche Räumungen gestört. Die mehrfachen Umzüge und Störungen machen die Arbeit nicht leichter und bringen die Kochcrews endgültig ans Ende ihrer Kräfte.

 

Dennoch konnte mit ihrer Hilfe die Lage im Camp trotz einiger Zwischenfälle einigermaßen stabilisiert werden, bis nun seit gestern massive und brutale Räumungsaktionen der griechischen Polizei die Situation erneut verschärfen. Die Menschen im Camp werden, zum Teil gewaltsam, im Busse verfrachtet und in die längst überfüllten Lager in Athen oder anderswo gebracht. Niemand weiß, wohin genau. Wahrscheinlich soll das Lager vollständig geräumt werden, aber noch immer kommen täglich immer neue Busladungen mit Flüchtlingen hier an. Seit Dienstag, dem 8. Dezember stehr radio flora in täglichem Kontakt mit den Helfern. Hier unsere Interviews.

 

Noborder-Kitchen braucht dringend Unterstützung, vor allem finanziell, denn die Gruppe muss täglich für die vielen Menschen Lebensmittel einkaufen und sie bezahlt das alles aus den Spenden von Unterstützern. Die Gruppe bittet dringend um Spenden, zu überweisen auf das Konto: Rote Hilfe e. V. OG Salzwedel bei der GLS Gemeinschaftsbank,

Konto-Nr.: 400 723 8312 , die Bankleitzahl: 430 609 67 , der Verwendungszweck ist

just people IBAN: DE93 4306 0967 4007 2383 12 BIC: GENODEMIGLS

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