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Humanitäre Notlage in Griechenland

21.02.2017 von Axel Kleinecke

Mit der Verhandlung des dritten sogenannten Rettungspaketes für Griechenland rückt das wirtschaftlich ausgeblutete Land wieder ins Zentrum der Öffentlichkeit. Die früheren Sparauflagen haben die griechische Wirtschaft schon ruiniert und die Menschen in Armut und Not gestürzt. Jetzt soll noch mehr gespart werden, sonst bekommt das Land kein Geld mehr zur Abzahlung seiner Schulden geliehen. Schäuble behauptet erneut, das Land lebe über seine Verhältnisse. Dabei scheint niemand zu sehen, in welcher Armut und existenzieller Not der überwiegende Teil der griechischen Bevölkerung durch die bisherigen Sparauflagen jetzt schon leben muss. Massenarmut, Arbeitslosigkeit, Hunger, Zusammenbruch der medizinischen Versorgung und der sozialen Netze - und jetzt noch weitere Sparmaßnahmen?

 

Die Not der Menschen in Griechenland steht im Mittelpunkt der Sendung. Fakten und Beispiele, aber auch politische Analysen zeigen aktuell Ursachen und Auswirkungen der neoliberalen Sparpolitik, die dem Land nun schon seit Jahren aufgezwungen wird. In der Sendung werden aber auch Beispiele für deutsche Hilfsorganisationen vorgestellt, die angesichts dieses Elends etwas tun, um die akute Notlage zu lindern.

 

Hier die Kontaktdaten der Hilfsorganisationen für Infos und Spenden:

www.hinter-den-schlagzeilen.de (IHW und Konstantin Wecker)

Download: Griechenland Griechenland.mp3

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Kommentar von Bettina Beckröge | 03.03.2017

Eine sehr interessante Sendung von Radio Flora, Hannover. Die wirtschaftlichen Zusammenhänge des vermeintlichen Rettungspaketes und dessen politischen Hintergründe, die Verflechtungen der Institutionen von Troika bis hin zum Sessel von Schäuble und den anstehenden Bundestagswahlen, all die Fakten, die letztendlich zur humanitären Katastrophe in Griechenland führen, werden gut im Zusammenhang dargestellt. Es stecken viele politische und wirtschaftliche Details in diesem Teil des Interviews, ich werde es mir beizieten nochmal anhören. Gut, dass in dem Zusammenhang auf die noch ausstehenden Reparationszahlungen Deutschlands hingewiesen wurde, ein Fakt, den Schäuble und Merkel gerne unter den Teppich kehren. Die Zusammenhänge von der katastrophalen Deflationspolitik unter Brüning und der gnadenlosen „Griechenland Aussauge-Politik“ unter dem Zepter Schäubles sind gut im Interview herausgearbeitet.
Ich freue mich zu hören. dass es eine Griechenland Solidarität in Hannover gibt.
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Ermutigend in dieser desolaten Lage für die Bevölkerung Griechenlands sind die vielen Hilfsorganisationen, die praktische Hilfe leisten. Wie bei der „IHW GriechInnenhilfe Göttingen“, so erweist es sich auch in der „Griechenland Solidarität Hannover“, dass unbürokratische und gut überlegte Hilfemaßnahme in einer direkten Vernetzung von Deutschland nach Griechenland effektive Hilfeleistungen sind. Im Gegensatz zu dem gigantisch aufgeblähten Rettungsschirmapparat der EU- Politik, mit all den Auflagen, die Griechenland ins Elend stürzen und das Land nach und nach ausverkaufen, kommen die Hilfen der GriechInnen- Hilfsorganisationen vor Ort bei den Betroffenen an.
ERmutigend finde ich es auch, dass sich die GriechInnen untereinander solidarisieren und gegenseitig praktische Hilfestellungen geben. Ich habe dabei das Beispiel des internen Kartoffeltransfers vor Augen.
Vielleicht ist der interne Handel nach mittelalterlichem Vorbild, ganz ohne Euro, sondern im direkten Austausch von Warengütern derzeit sowieso der beste Weg für Griechenland. Da kann nichts abgezweigt werden von der EU- Kommission, von irgendwelchen Gläubigern und Banken….oder wollen die Herrschaften in den Hochglanzbüros in Brüssel, Herr Schäuble unter der gläsernen Kuppel im Bundestag, oder gar Draghi hinter der seiner edlen EZB-Glasfront in Frankfurt demnächst mit Kartoffeln überschüttet werden?
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Μαρία Φαραντούρη - Los Libertadores (Canto General)
https://youtu.be/QeJdgUoF1AI

 
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