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Wiedereröffnung der Gedenkstätte Ahlem

04.08.2014

Am Freitag, 25. Juli wurde die neugestaltete Gedenkstätte Ahlem nach gut einem Jahr Bauzeit offiziell von Hannovers Regionspräsident Hauke Jagau wieder eröffnet. Viele Gäste waren gekommen, unter anderem Zeitzeugen aus dem Großraum Hannover, die die Naziverbrechen überlebt haben.

Die Gedenkstätte ist 1987 im ehemaligen Direktorenhaus auf dem Gelände der 1893 gegründeten Israelitischen Gartenbauschule Ahlem eingerichtet worden. Sie ist ein authentischer Ort, der wie kein anderer in der Region Hannover die Erinnerung an eine Stätte deutsch-jüdischer Kultur und nationalsozialistischer Verfolgung miteinander verbindet.

Während der NS-Zeit ist diese jüdische Ausbildungsstätte für junge Gärtner und Handwerker durch die Gestapo zu einem Ort des Terrors und des Verbrechens gemacht worden. Die Verwandlung eines Ortes der Hoffnung in einen Ort der Verfolgung stellt Ahlem in unvergleichlicher Weise dar.

Mit dieser Komplexität erinnert Ahlem an einen Ort deutsch-jüdischer Kultur, an einen

Ort der Täter und einen Ort der Opfer, zu denen neben jüdischen Opfern auch Sinti sowie Zwangsarbeiter gehören.

Die neugestaltete Gedenkstätte hat ihre Räume im ehemaligen Direktorenhaus der Israelitischen Gartenbauschule und in einem Anbau. Die Geschehnisse sind künftig auf drei Ebenen dargestellt. Auf einer Etage ist der Bereich des ursprünglichen Ortes deutsch-jüdischer Kultur mit seiner Gartenbauschule zu sehen. In einem anderen Stockwerk wird in Erinnerung gebracht, dass von 1941 an die Nazis die Schule zur Sammelstelle für die Deportation der jüdischen Bevölkerung machten und ebenso zu einem Gefängnis und zur Hinrichtungsstätte der Gestapo. Auf einer dritten Ebene wird die Nachkriegsgeschichte der Israelitischen Gartenbauschule präsentiert und u.a. an die Gründung eines Kibbuz erinnert.

Zu den medialen Angeboten gehört ein großer Medientisch. Auf seiner Touchscreen ist die Geschichte der Städte und Gemeinden der Region Hannover abrufbar. Zeitzeugen-Interviews aus dem Videoarchiv stehen auf Tablet-PCs zur Verfügung. Das Dachgeschoss ist für die pädagogische Arbeit eingerichtet. Im Neubau befindet sich ein großer Veranstaltungsraum und Platz für Sonderausstellungen. Der Zugang ist barrierefrei. Im Außenbereich entstehen Nachbildungen ehemaliger Schulgärten, eine Wand mit den Namen der Opfer sowie ein „Rundweg“ mit Informationsstationen über das Gelände.

Hier findet ihr Mitschnitte von der Eröffnungsveranstaltung:

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