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Zur Lage der kriminalisierten FordarbeiterInnen

04.03.2014 von Wolfgang Lettow

Am 7. November 2012 protestierten 250 Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen aus Belgien und Deutschland, Kolleginnen und Kollegen aus dem nahe gelegenen belgischen Fordwerk in Genk und Beschäftigte der Ford-Zentrale in Köln gegen die kurz zuvor von der Firmenleitung angekündigte Schließung des Standortes Genk in Belgien Ende 2014. Daraufhin hat Ford Köln die Polizei gerufen, einen Großeinsatz ausgelöst und alle Tore verschlossen, um eine Verbindung zwischen den Arbeitern zu verhindern. Die Protestierenden wurden von Polizei in Kampfmontur eingekesselt und von 178 Kollegen wurden zwangsweise die Personalien festgestellt.
In Dezember 2013 hat die Kölner Staatsanwaltschaft 13 Kolleg*innen Strafbefehle wegen "schwerem Landfriedensbruch" zugeschickt; in 12 Fällen hohe Geldstrafen und in einem Fall sogar Haftstrafe von 10 Monaten auf Bewährung.
Diese unsoziale Entscheidung bedeutet den Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen und das industrielle Ausbluten einer ganzen Region im Herzen Europas. Besondere Brisanz erhält die Solidaritätskampagne durch die nochmals verschärfte Drohung des Ford-Managements, die Fiesta Produktion in Köln ab 2017 einzustellen.



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Kommentar von Karl Max | 16.03.2014

Das ist eine traurige Tatsache, dass solche Repressionen gegen Fabrikarbeiter_innen ausgeübt werden. Andererseits ist nicht nachvollziehber wie mit Worten, wie „industrielles Ausbluten einer ganzen Region im Herzen Europas“ das Engagement von Menschen gerechtfertigt werden soll, das für die Produktion von Autos steht. Wer hat nochmal die Welt und das Herz und nicht nur das Herz Europas mit dem Autowahn überzogen? Genau: Hitler und sein amerikanischer Anhänger Ford. Leitmotiv der Gewerkschaft ist eben: „Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück“ (G. Benn) oder „Arbeit macht frei“…

 
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