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16 Monate Refugee Protest Camp Hannover

Foto Mark Mühlhaus/attenzione photographers.

Am 5. September fand eine kraftvolle Demonstration von AktivistInnen und UnterstützerInnen vom Protestcamp Weißekreuzplatz in Hannover statt. Hier sind Mitschnitte von Redebeiträgen zu den Anliegen der Geflüchteten, zur Asyl- und Flüchtlingspolitik Deutschlands und der EU sowie zur gegenwärtigen Heuchelei von PolitikerInnen und Rassismus gegenüber Geflüchteten in Deutschland: http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/demo-von-aktivistinnen-und-unterstuetzerinnen-vom-protestcamps-weissekreuzplatz.html

Freier Redebeitrag von der Demo vom 05.09.15

"Gegen jeden Rassismus! Deutsche Migrationspolitik entlarven!":

Es gibt derzeit eine große Zahl an Geflüchteten, die u.a. nach Europa und Deutschland kommen. Gleichzeitig nehmen rassistische Übergriffe in Deutschland drastisch zu.
Sollten Menschen mit antirassistischen Standpunkten sich nun eher bedeckt halten, die Forderungen nicht zu hoch ansetzen und den Aktivismus reduzieren, um nicht einen Rechtsruck in der Gesellschaft zu provozieren?
Sollten sich Refugees angesichts immer gewalttätiger werdender rassistischer Übergriffe nicht lieber zurückhalten und die Bevölkerung nicht noch weiter erzürnen, weil sie sonst womöglich „die Solidarität gefährden“, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung kürzlich annahm?    

Die einfache Antwort lautet: Nein,
denn in solchen Zeiten ist antirassistischer Protest notwendiger denn je, um klarzumachen:
Ein Menschenleben ist nicht mehr wert als ein anderes!

Der Rechtsdrall in der Gesellschaft besteht nicht nur in und nicht erst seit Heidenau, Freital, Salzhemmendorf. Man kann noch so oft beteuern, es gebe in Deutschland keinen Platz für Rassismus. Solange man selbst die rassistische Unterscheidung von Menschen als höchstes Staatsrecht aufrechterhält, wird jeder rassistische Übergriff weiterhin seine (stille) Akzeptanz und sein ideologisches Fundament in der Mitte der Gesellschaft wissen!

Dabei liegt das, was man kritisieren und angreifen müsste, ganz woanders:

Die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. Sie ist eine Politik, "die die Ursachen für die Flucht von Millionen Menschen nicht bekämpft, sondern sie immer wieder aufs Neue schafft.“  Dieses Fazit zieht ein tagesthemen-Kommentar vom 25.08.2015 (https://www.tagesschau.de/komm…/restle-fluechtlinge-101.html)

Doch statt diese Schande endlich aufzuarbeiten und etwas an der Bürokratisierung des Elends zu ändern,
statt zu erkennen, dass die Politik jahrzehntelang rassistische Stereotypen heraufbeschworen und gefestigt hat, die die derzeitigen Übergriffe provoziert haben,
statt es endlich nicht mehr als notwendige Voraussetzung für die Existenz Europas darzustellen, dass an der Mittelmeerküste Kinder sterben müssen,...
machen die Verantwortlichen weiter wie zuvor – und schlimmer:

Jetzt schwafelt der „SPD-Sonderbeauftragte für Schwachsinn und Gelaber“ in der Bild: „Hunderttausende Menschen riskieren ihr Leben, um vor Terror und Krieg zu uns zu fliehen. Sie haben ein Recht darauf, ohne Angst ein menschenwürdiges Leben bei uns zu führen.“ Es sind die Waffen, die Sigmar Gabriel ausführen lässt, die den „Terror und Krieg“ erst ermöglichen, vor denen „Hunderttausende Menschen“ dann fliehen müssen.

Und an anderer Stelle kommt de Maiziere um die Ecke und kündigt die Umsetzung der Forderung ebenjener Rassisten an, die ihr Deutschland am verlassenen Praktiker-Baumarkt verteidigen."

Einen Monat nachdem die umstrittene Asylrechtsverschärfung im Bundestag verabschiedet wurde, heißt der neueste Schrei aus dem Innenministerium: Asylrechtsverschärfung!

"Zur Eindämmung der Asylmigration" sollen Geflüchtete
- längere Zeit in überfüllten Erstaufnahmelagern verbringen,
- Sach- statt Geldleistungen erhalten und
- bis zu 6 Monate der Residenzpflicht unterliegen.

Genau: der Residenzpflicht, die erst im letzten Jahr in einem Anflug von Menschlichkeit abgeschafft worden ist. So sieht die Meinungsbildung im Innenministerium vor dem Flüchtlingsgipfel Ende September aus, inmitten der größten deutschen fremdenfeindlichen Pogrome seit 20 Jahren:
Kompromisse unter Rassist_Innen auf Kosten der Menschenrechte, auf Kosten aller kläglichen Errungenschaften, die in den letzten Jahren gemacht wurden.

Man sieht: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!

Doch es würde auch anders gehen:

Die Refugee Konferenz, die vom 21.-23.08.2015 im UJZ Korn stattgefunden hat, hat mit über 150 Teilnehmer_Innen die Erwartungen bei Weitem übertroffen, vor allem aber hat sie alle Teilnehmenden enorm gestärkt:
Sie hat allen gezeigt, dass ein Zusammenleben ohne künstlich heraufbeschworene Grenzen möglich ist: 3 Tage konnten wir miteinander diskutieren, uns beraten und Spaß haben, fern von einem gefühlskalten Deutschland, das dieser Tage seine hässlichste Fratze zeigt.
Die Refugee Konferenz fand an dem Wochenende statt, an dem die rassistischen Zustände in Heidenau ihren vorläufigen Höhepunkt erreichten.
Nach dem Wochenende sind die Teilnehmer_Innen wieder in ihren Alltag, in ihre „Heime“ und zugewiesenen Unterkünfte, zurückgekehrt: Hier werden viele von ihnen durch besorgte Bürger_Innen, hetzende Politiker_Innen oder Nazis daran erinnert, dass ein großer Teil der Gesellschaft ihnen die grundlegendsten Menschenrechte abspricht. Von all diesen selbsternannten „Asylkritiker_Innen“ werden Meinungsfreiheit und Mehrheitsrecht ins Feld geführt, um sich gegenseitig beim Rennen in Richtung „Vogelfreiheit“ ihrer Opfer zu überbieten. Die Konferenz hat es gleichzeitig ermöglicht, sich auf die kommenden Zeiten vorzubereiten, sich zu vernetzen und Strategien zu erarbeiten. Vorbereitungen, die dieser Tage dringender sind denn je.

Zum 23. Jahrestag droht Rostock-Lichtenhagen, sich zu wiederholen!                                    

Daher:
An alle, die gerade meinen, ihre Zeit wäre gekommen!
An alle Schreibtischtäter_Innen, Bürokrat_Innen, braven Wähler_Innen und Molly-Bastler_Innen.
An die, die sich die Finger für hetzerische Kommentare wund schreiben, an die, die nachts am Heim zündeln und an die, die sich erst nach dem 10. Bier „gemeinsam stark“ fühlen:

Ihr werdet nichts von dem erreichen, was ihr erreichen wollt.
Ihr werdet mit eurem Vorhaben derbe auf die Schnauze fliegen.
Euer Kampf gegen die Freiheit und für eine rassistische Ordnung war schon zum Scheitern verurteilt, bevor er angefangen hat.

Seht endlich ein: Man kann Menschen nicht nach ihrem Hautton unterscheiden. Niemand kann danach beurteilt werden, auf welchem Platz der Erde er geboren wurde.

Verlasst die dunkle Seite. Gebt endlich auf. Es ist vorbei!

Und an alle anderen:
Die Realität spielt sich immer noch auf der Straße ab!
Lasst uns Pogrome verhindern, bevor sie entstehen!
Und lasst uns auch die Ursachen bekämpfen:
Die herrschen Zustände - hinterfragen, diskutieren, angreifen!

Sendungen von und mit sudanesischen Flüchtlingen vom Weißekreuzplatz:

Sudanesische Refugees vom Protestcamp am Weißekreuzplatz in Hannover informieren seit Anfang August 2014 regelmäßig auf radio flora über die Situation im Sudan, über Unterdrückung, Verfolgung und Flucht sowie ihre Lage und Forderungen als politische Flüchtlinge in Niedersachsen. Künftig gibt es jeden 1. und 3. Montag im Monat eine Sendung bei radio flora von 15-16:00. Die Wiederholung gibt es jeweils am selben Tag um 23:00 Uhr.

Erste Sendung vom 04.08.2014 mit Anour, Abdin, Babakir, Sorour. Berichte über Fluchtgründe und Fluchtwege aus dem Sudan sowie die Probleme mit der deutschen /europäischen Asylgesetzgebung. Sprache: Arabisch mit einer kurzen Einführung in deutscher Sprache: http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/programm-sudanesischer-refugees-vom-protestcamp-weissekreuzplatz-in-hannover.html

Zweite Sendung vom 18.08.2014 mit Kundo, Ankolip, Youssef und Amer. Alle vier Kollegen kommen aus Darfur und haben Diskriminierung und Unterdrückung durch das Regime von Omar al Bashir erlebt. Sprachen: Masalit, Fur, Arabisch mit kurzen Hinweisen in deutscher Sprache: http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/zweite-sendung-sudanesischer-fluechtlinge-vom-protestcamp-weissekreuzplatz-in-hanover.html

Dritte Sendung vom 01.09.2014 mit Moussa sowie Mitschnitten der Statements von Abir und Khalid während einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Situation im Sudan und zur Lage und den Forderungen der sudanesischen Flchtlinge in Niedersachsen, die am 31.07.2014 im Pavillon stattfand, organisiert von Amnesty International, dem Nds. Flchtlingsrat und den refugees vom Protestcamp Weißekreuzplatz. Sprache: Arabisch mit Hinweisen auf Deutsch: http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/dritte-sendung-sudanesischer-fluechtlinge-vom-weissekreuzplatz-in-hannover.html

Die Beiträge der fünften Sendung vom 06.10.2014 mit einem Interview mit Abir und Fedwa, zwei sudanesischen Frauen, die z.a. über ihre spezifischen Fluchtgründe berichten, wie z.B. die quasi überall im Sudan praktizierte Genitalverstümmelung bei Mädchen, und die unerträgliche Isolierung von Geflüchteten in abgelegenen Dörfern; außerdem hört ihr ein Gespräch mit einem Supporter, einen Kurzbericht über einen Besuch bei The Voice in Jena sowie 2 Mitschnitte vom Streikseminar vom 2.-4.10.14 in Hannover: http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/fuenfte-sendung-zum-refugee-protestcamp-am-weissekreuzplatz-in-hannover.html

In der sechsten Sendung vom 3.11.2014 sprechen Faiz und Mohammed Ibrahim über die verhängnisvolle Rolle des Diktators Omar Al Bashir im Sudan und ihre Probleme als Flüchtlinge in Deutschland. Faiz appelliert an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, den aus dem Sudan vor Krieg und Verfolgung Geflüchteten nicht den Weg in ein Leben in Freiheit und Würde zu versperren. Mohammed berichtet außerdem über ein Benefizkonzert für das Protestcamp auf dem Weißekreuzplatz, bei dem auch 5 sudanesische Musiker vom Camp auftraten. Und schließlich wird ein Brief an den Rat der Stadt Hannover verlesen, in dem gefordert wird, die Winterertüchtigung der Zelte auf dem Camp zu gestatten, da sonst die Gesundheit der sich dort aufhaltenden Flüchtlinge ernstlich gefährdet ist. http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/sechste-sendung-der-refugees-vom-protestcamp-weissekreuzplatz.html

In der Sendung vom 17.11.2014 kommt Hassan, der Koch vom Protestcamp, zu Wort, der fast jeden Tag eine warme Mahlzeit auf den Töpfen zaubert, sowie die Mitglieder der Camp-Band, die am 16.11. im Kulturpalast in Linden ihren zweiten Auftritt hatte und am 29.11. beim Geburtstagsfest des Camps wieder zu hören ist. Live bei der Sendung dabei ist Dawod, er berichtet über seinen Weg von Darfur über Libyen und Italien nach Deutschland und seine heutige Lage: http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/sendung-der-refugees.html

In der achten Sendung vom 1.12.2014 geht es um Mitschnitte von einer Diskussionsveranstaltung in den ver.di-Höfen im Anschluss an das Theaterstück "HURRIA!" von und mit Riadh Ben Ammar. Yassir und Khaled stellten aus der Perspektive sudanesischer Flüchtlinge in Niedersachsen ihre Situation, Probleme und Forderungen dar und Sigmar Walbrecht vom Nds. Flüchtlingsrat erläuterte, welche realpolitischen Möglichkeiten einer Verbesserung der Situation von Geflüchteten es gäbe, wenn der entsprechende politische Wille vorhanden wäre. Zweitens kommen in der Sendung zwei Schülerinnen der IGS Langenhagen zu Wort, denn dort fand am 24.11. ein Projekttag zum Thema "Integration" statt und ein Thema war die Lage von Flüchtlingen in Deutschland. Bashar und Faiz informierten in der Schule über die Situation im Sudan, über Fluchtgründe und -wege, über Probleme als Asylbewerber in Deutschland und über das Protestcamp, das auch von einer Reihe SchülerInnen besucht wurde. Und schließlich geht es um die Geburtstagsparty des Camps am 29.11., das seit dem 24. Mai besteht. Auch in dieser Sendung ist wieder Musik von der Campband zu hören: http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/achte-sendung-der-refugees-vom-protestcamp-weissekreuzplatz.html

In der neunten Sendung hört ihr Mitschnitte von einer Kundgebung auf dem Protestcamp Weißekreuzplatz am
13.12.14 - 3 Tage nach einem Feuer auf dem Camp, bei dem ein Mann eine leichte Rauchvergiftung erlitt und 2
Zelte samt Hab und Gut von drei Bewohnern abgebrannt sind. Hintergründe und Verantwortliche für die Tat sind
bislang nicht ermittelt worden. Wenn es sich um einen Brandanschlag aus rassistischen Motiven handeln sollte mit dem Ziel, die Bewohner des Camps einzuschüchtern und zu vertreiben, so ist das Gegenteil erreicht worden, stellte einer der Unterstützer fest. Denn die Geflüchteten stehen fester denn je zu ihrem Entschluss, so lange auf dem Protestcamp zu bleiben, bis ihre Forderungen erfüllt und ihre Rechte errungen sind. Und als Reaktion auf den Anschlag hat es beachtlich viele und vielfältige Bekundungen von Solidarität und Unterstützung von Seiten der örtlichen Bevölkerung gegeben, als Beispiel ist eine Lehrbuchspende des Schulbuchverlags Cornelsen zu nennen, die am Montag von Herrn Brinkmeier übergeben wurde. In der 9. Sendung kommen vor allem zu Wort:
Yassir, Maissara und Dr. Taj, drei der Sprecher des Camps, sowie Sigmar Walbrecht vom Nds. Flüchtlingsrat und
Sören als engagierter Unterstützer der Geflüchteten. Auch in dieser Sendung ist wieder Musik von der Campband zu hören(siehe auch Termine unten!). Sprachen: Arabisch, Englisch, Deutsch.
http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/neunte-sendung-zum-und-vom-refugee-protestcamp-
weissekreuzplatz-in-hannover.html

Seit Januar 2015 trägt die zweimal im Monat jeweils montags um 15 Uhr ausgestrahlte Sendung von, für, über Refugees vom Protestcamp Weißekreuzplatz in Hannover den Titel "kein mensch ist illegal". In der ersten Sendung des Jahres 2015 hört ihr Mitschnitte von der Demo vom 20.12.2014, mit der ein Zeichen des Protestes gegen den Brand gesetzt werden sollte, durch den in der Nacht vom 10./11.12.2014 zwei Zelte zerstört wurden; ein Zeichen ebenfalls der Solidarität mit den Geflüchteten vom Weißekreuzplatz sowie mit allen Geflüchteten weltweit - gegen die rassistischen Äußerungen und Angriffe staatlicherseits sowie von rechtspopulistischen und faschistoiden Gruppen, die sich derzeit in verschiedenen Städten montags zusammenrotten, um gegen eine vermeintliche Überfremdung des "christlichen" Abendlandes zu demonstrieren. Im zweiten Teil der Sendung kommt Abir zu Wort, eine junge Frau aus dem Sudan, die von ihrem Leben im Sudan und ihrer Flucht nach Europe berichtet. Sie äußert sich weiterhin zu Themen wie: Verfolgung der gesamten Opposition gegen das Regime von Omar al Bashir; spezifische Unterdrückung und Einschränkung von Frauen im Sudan wie durch Kleidervorschriften, Genitalverstümmelung und mangelnde Bildungs-, Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten für Mädchen und Frauen; islamische Gesetze und (falsche) Interpretation des Koran durch das Regime im Sudan sowie dessen Unterstützung für islamistische Milizen in Form von Trainingslagern und Bewaffnung. Und schließlich geht es auch um das unerträgliche Warten sowie die Recht- und Schutzlosigkeit von sudanesischen Asylbewerbern in Deutschland und Europa. Sprachen: Arabisch und Deutsch im ersten Teil; Englisch im zweiten Teil. http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/refugee-protestcamp-weissekreuzplatz-hannover-erste-sendung-2015.html

In der zweiten Sendung des Jahres 2015 hört ihr zwei Redebeiträge von der Kundgebung des Bündnisses "bunt gegen braun" gegen den Aufmarsch der rechtspopulistischen HAGIDA-Rassisten am 26.1. in Hannover; einen Kommentar zu Erfahrungen von Geflüchteten in einem kleinen Ort in einem Landkreis in der Mitte Deutschlands;  Informationen über eine Petition des nordrheinwestfälischen Flüchtlingsrats zu Mindeststandards bei der Unterbringung von Flüchtlingen und einige Terminhinweise:
* Donnerstag, 26.02.15, 18 Uhr, ausführliche Einführung in das Pat_Innen-Projekt im Pavillon. Bei dieser Veranstaltung soll neuen Unterstützer_Innen die Möglichkeit gegeben werden, sich mit Refugees zu vernetzen, die Unterstützung in ihren individuellen Asylprozessen benötigen.
* Samstag, 14. Februar 2015, Demonstration in Berlin, Beginn: Oranienplatz 13:00 und Wittenbergplatz 14.00 Uhr
Bus nach Berlin startet um 08.00 Uhr am ZOB Hannover.
Busticket bestellen (15,-€) über fluechtlingscamphannover@gmail.com http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-zweite-sendung-2015.html

In der dritten Sendung „kein Mensch ist illegal“ vom 16.2.2015 sprechen Dawod Abdullah Adam und Youssef Rashid Mohamed über die Verbrechen der sudanesischen Regierung vor allem in der Region Darfur, aus der sie stammen. Außerdem sind Aufnahmen von einer Demonstration in Berlin zu hören. Für den 14. Februar 2015 hatten die sudanesischen AktivistInnen vom Protestcamp Weißekreuzplatz Hannover und UnterstützerInnen aufgerufen, ihren Protest gegen die Zusammenarbeit der deutschen Regierung mit dem sudanesischen Regime in die Hauptstadt und vor die sudanesische Botschaft zu tragen. Die Kooperation mit der Regierung des vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagten Omar Al Bashir bedeutet eine Unterstützung von Krieg, Massenvergewaltigung und Völkermord im Sudan und muss sofort gestoppt werden! In der Sendung sind folgende Redebeiträge von der Demo zu hören: Babakir Ibrahim auf Deutsch und  Nebil auf Arabisch zur friedlichen Besetzung der sudanesischen Botschaft in Berlin am 11.2.15; Begrüßung und einleitende Bemerkungen von Yassir vor der Demo sowie der erste Redebeitrag vor der Botschaft; Abirs Statement zur spezifischen Unterdrückung und dem Kampf der sudanesischen Frauen, jeweils Arabisch und Deutsch, und am Schluss eindringliche Worte von Bashar auf Arabisch. Redebeiträge, welche in der Sendung aus Zeitmangel nicht gesendet wurden, sind hier als mp³-Dateien abrufbar. Sprachen: Arabisch, Deutsch, Englisch, Fur. http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-dritte-sendung-2015.html

Wiederholung der Sendung: Mo 23.02. um 23:00. Die nächste Sendung gibt es am Mo 02.03. um 15:00.

In der vierten Sendung vom 2. März 2015 erläutert Bashar, Aktivist vom Protestcamp sudanesischer Geflüchteter vom Weißekreuzplatz, die Gründe und den Verlauf der Besetzung der sudanesischen Botschaft am 11.02.2015 und informiert über ein Gespräch sudanesischer Oppositionspolitiker mit einem Vertreter des Auswärtigen Amtes über die Lage im Sudan, das vermutlich leider keine Änderung in der bundesdeutschen Politik gegenüber dem Diktator Omar Al Bashir und im Umgang mit sudanesischen Flüchtlingen in Deutschland bewirkt hat.

Ein weiterer Gesprächspartner ist Turgay Ulu, der seit Jahren als Aktivist der Flüchtlingsbewegung in Berlin gegen rassistische und diskriminierende Gesetze kämpft. Turgay klagt für seine Anerkennung als politischer Flüchtling, die ihm bisher versagt wird. Am Mittwoch den 25.02.15 fand in Hannover dazu eine Anhörung statt. Turgay war in der Türkei fünfzehn Jahre eingesperrt, lange Zeit davon in Isolationshaft, wurde in einem ersten Urteilsspruch zum Tod verurteilt und 2011, nach fünfzehn Jahren Verhandlung, zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Im selben Jahr gelang Turgay die Flucht nach Griechenland und von dort nach Deutschland. In der Türkei war er angeklagt, Mitglied einer "terroristischen Vereinigung" und an einer Gefangenenbefreiung beteiligt gewesen zu sein. Beide Vorwürfe bestreitet er und sieht den Grund für seine Inhaftierung in seiner journalistischen Arbeit als Marxist und Revolutionär. Das schriftliche Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover steht noch aus, es hat in der mündlichen Anhörung jedoch erneut Turgays Anerkennung als politischer Flüchtling nach §16 verweigert und „Erkenntnisse“ türkischer Gerichte übernommen, obwohl amnesty international die Unrechtmäßigkeit des dortigen Verfahrens belegt und auf die Anwendung von Folter verwiesen hat.

Im dritten Teil der Sendung berichtet Anja, eine Aktivistin der NO-BORDER-Bewegung, über einen Überfall marokkanischer Polizisten auf Refugee-Camps in den Bergen um Melilla am 10.2.2015, bei dem Hunderte Bewohner vertrieben und ihre Zelte samt Habseligkeiten zerstört wurden. Die Polizeiaktion wurde mit finanzieller Unterstützung der EU durchgeführt, deren Interesse es ist, Flüchtlingsabwehr zunehmend auf den afrikanischen Kontinent zu verlegen. Anja informiert auch über Belletti Renaud, dem es letztes Jahr gelungen war, die Zäune von Melilla zu überwinden, der aber am 23. Februar – mit dem Ziel der Abschiebung nach Kamerun - in ein Flüchtlingsinternierungslager in Barcelona verschleppt wurde, da er sich geweigert hatte, mit der Guardia Civil zusammenzuarbeiten und andere Geflüchtete auszuspionieren. Mehr Informationen: http://beatingborders.wordpress.com/

Diese Sendung wird wiederholt am Montag, 9.3. um 15 Uhr und um 23 Uhr. Die nächste Sendung gibt es am 16.3. um 15 Uhr.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-vierte-sendung-vom-232015.html

In der fünften Sendung vom 16. März 2015 berichtet Yadallah Raveh Mohamed, Aktivist vom Protestcamp sudanesischer Geflüchteter vom Weißekreuzplatz, im Gespräch mit Youssef Rashid Mohamed über seine Erfahrungen unter der Diktatur von Omar Al Bashir im Sudan, in Kordofan: Angriffe des Militärs auf die Zivilbevölkerung und Vernichtung von Dörfern. Yadallah selbst hat eine Schussverletzung erlitten und war im Gefängnis. Im ersten Teil der Sendung erläutert Jürgen Wessling von der Solidaritätsgruppe für Schengal und Rojava in Hannover Hintergründe der Durchsuchung von Wohnungen kurdischer Familien in der Region Hannover am 11. und 12.3.. Mitglieder des Vereins „Kurdistan Volkshaus Hannover“ vermuten, dass die Polizei nach angeblichem Propagandamaterial der kurdischen Arbeiterpartei PKK suchte, um die Kriminalisierung dieser Organisation in Deutschland aufrechtzuerhalten. Zwischendurch ist Musik von der Campband zu hören.

Wiederholgung der Sendung: 16.3. um 23:00 und 23.3. um 15:00 sowie 23:00.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-fuenfte-sendung-2015.html

In der sechsten Sendung 2015 vom 4. und 6. April berichtet Fedwa Shakidris, eine sudanesische Frau aus Khartum, über ihre Fluchtgründe und die Situation ihrer Familie in einem kleinen Ort in Norddeutschland. Das Interview wurde auf Englisch geführt. Nasreddin Egely, Aktivist vom Protestcamp sudanesischer Geflüchteter vom Weißekreuzplatz, stellt auf Arabisch seine Erfahrungen unter der Diktatur von Omar Al Bashir im Sudan dar. Weiterhin erläutert ein Vertreter des hannoveraner Aktionsbündnisses gegen die Asylrechtsverschärfung die Konsequenzen dieser von der deutschen Regierung geplanten weiteren Einschränkung des Menschenrechts auf Asyl und die Aktionen dagegen, die in Hannover stattfinden werden: 10.4. um 18 Uhr im UJZ Kornstraße: Infoveranstaltung zur Gesetzesverschärfung und Möglichkeiten des Protestes; 17.4. um 17 Uhr am Steintor: Demo “Asyl ist Menschenrecht – Refugees Welcome!“. Weitere Informationen und Unterstützung des Aufrufs unter: asylistmenschenrecht.de sowie https://linksunten.indymedia.org/de/node/139322 und https://de-de.facebook.com/UnterstuetzerinnenRefugeeProtestCampH

Wiederholung der Sendung: 13.4.2015 um 15:00 sowie 23:00.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-sechste-sendung-2015.html

In der siebten Sendung „kein Mensch ist illegal“ vom 20.4.2015 ist ein Interview mit Marie vom AStA der MHH zu hören. Dort findet vom 4.-8. Mai eine Aktionswoche gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus statt. Weitere Beiträge: Mitschnitte von der Eröffnung einer Ausstellung zu den Verbrechen der Diktatur des Omar Al Bashir im Sudan und einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Lage im Sudan am 11.4.2015, als da sind: Begrüßung durch Yassir Abdallah (Arabisch mit dt. Übersetzung), einen der Sprecher des Protestcamps Weißekreuzplatz; Kurzinterview mit der Diplomdesignerin Ayse Horata, welche die Ausstellung wesentlich mitgestaltet hat.

Mitschnitt von der Eröffnungsrede zur Informationsveranstaltung von Maissara (arabisch) und Janika (deutsch) sowie Vortrag von Salma El Shater, sudanesische Journalistin und Aktivistin aus UK (Arabisch mit dt. Übersetzung).

In der Sendung nicht gesendet, aber hier angehängt sind:

Referat von Mutasim Mahdi Abdalla, Vertreter der „Darfur-Students“ / UK (Arabisch mit dt. Übersetzung).

Zweiteiliger Vortrag von Abir Ibrahim über den „Preis, eine sudanesische Frau und Flüchtlingsmutter in Deutschland zu sein“ (Arabisch mit dt. Übersetzung).

Überblick über die aktuelle politische und soziale Situation im Sudan von Essam Abdel Al Mahmoud, sudanesischem Oppositionellem aus Frankfurt, zunächst auf Deutsch und dann auf Arabisch.

Statement eines Unterstützers des Protestcamps Weißekreuzplatz zum Abschluss der Veranstaltung.

Wh. der Sendung: 20.4. 23:00 sowie 27.4. 15:00 und 23:00.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-siebte-sendung-2015.html

In der achten Sendung vom 4. Mai 2015 gab es zunächst Nachrichten von den über tausend Flüchtlingen, die in den letzten Tagen im Mittelmeer ums Leben gekommen sind. Anschließend ein Gespräch mit Tesfah aus Eritrea über die politische und Menschenrechtslage in Eritrea, seine Fluchtgründe, seinen Fluchtweg bis zu seiner Ankunft in Hannover und die schwierige Situation in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Schulzentrum in Ahlem, in der er sich mit weiteren 7 Geflüchteten ein Zimmer teilen muss. Das Gespräch wurde in englischer Sprache geführt.

Wiederholtung der Sendung: 4.5. um 23 Uhr sowie am 11.5. um 15:00 und 23:00.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-achte-sendung-2015

In der neunten Sendung „kein Mensch ist illegal“ vom 18.5.2015 geht es um die durch den NDR aufgedeckten gewalttätigen Übergriffe von Beamten der hannoverschen Bundespolizei gegen Geflüchtete.  Bashar, Aktivist vom Protestcamp Weißekreuzplatz, kommentiert diese Ereignisse, anlässlich derer spontan zu einer Protestdemo aufgerufen wurde.

Außerdem sind verschiedene Nachrichten zu hören und ein Hinweis zu den neuesten Auftritten der Sudanese People’s Music Band vom Camp, die ab dem 6.6.2015 auch im Rahmen des Sommertheaters des Schauspielhauses Hannover zu sehen und zu hören sein wird - siehe http://www.staatstheater-hannover.de/schauspiel/index.php?m=33&f=03_werkdetail&ID_Stueck=609.

Wh. der Sendung: 18.5. 23:00 und am 25.5. 15:00 und 23:00.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-neunte-sendung-2015.html

11. Programme „kein Mensch ist illegal“

Content: In this programme Tesfah Amaha from Eritrea reads a story of an eritrean refugee who is living in Hannover: A long trip with a risk. Eritrea is a country that many young people are fleeing illegally with many risks. The reasons are many, but to mention some: the domestic governing system is dictatorial, the power monopolized in one individual, violation of human rights, unlimited time of forced national and military service, plus crisis and political instability expose their life at torture and risk. Here is the story of Kefle, an eritrean guy's fate during his travelling from Eritrea to Germany. Language: tigrinya.

In the second part, recordings from the demonstration of June 2. First the introduction by Maissara in arab and english, than some impressions from the demonstration and an interview with the police-officer in charge of an unusual large deployment of police-forces with horses and heavy equipped policemen (german). Than Bashar reported in english the charges from ICC on Omar Al Bashir and other sudanese politicians and afterwards the final words (in german) from the Protestcamp Weißekreuzplatz.

The music in this programme comes from the Sudanese People’s Music Band.

Repetition of this radioshow: 22.6.2015 at 3 pm and 11 pm and 29.6.2015 at 11 pm.
Next programme: 6.7.2015 at 3 pm.

 

In der elften Sendung erzählte Tesfah Amaha aus Eritrea die Geschichte eines eritreischen Geflüchteten, der in Hannover lebt: Ein langer gefährlicher Weg.

Eritrea ist ein Land, aus dem viele junge Leute heimlich fliehen. Es gibt viele Gründe, um nur einige zu erwähnen: es regiert ein diktatorisches Regime, die Macht liegt in einer Hand; es gibt Menschenrechtsverletzungen, unbegrenzte Zwangsarbeit im so genannten „nationalen oder Militärdienst“, dazu kommen eine Krise und politische Instabilität, so dass das Leben permanent bedroht ist von Folter und Gefahr. Es geht um die Geschichte von Kefle, das Schicksal eines eritreischen jungen Mannes während seiner Reise von Eritrea nach Deutschland. Sprache: tigrinya.

Im zweiten Teil sind Mitschnitte von der Demonstration der sudanesischen Geflüchteten und ihrer Unterstützer*innen vom 2. Juni zu hören. An erster Stelle die Einleitung von Maissara (arabisch und deutsch) und dann einige akustische Eindrücke sowie ein Interview (auf Deutsch) mit dem Einsatzleiter der Polizei zu den Gründen für diesen überdimensionierten Polizeieinsatz mit Reiterstaffel und schwer ausgerüsteten Beamten. Dann referierte Bashar über die Anklage vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gegen Omar Al Bashir und verschiedene weitere Politiker. Die Abschlusskundgebung fand auf dem Weißekreuzplatz statt und dort wurde der letzte Redebeitrag gehalten – auf Deutsch. Die Musik der Sudanese People’s Music Band begleitete das Programm musikalisch.

Wh. der Sendung: 22.6.2015 15:00 und 23:00 Uhr sowie am 29.6. um 11 Uhr..

Die nächste Sendung „Kein Mensch ist illegal“ gibt es am 6.7.2015 um 15:00 Uhr.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegalelfte-sendung-2015.html

 

In der zwölften Sendung sind Mitschnitte von einer Veranstaltung vom 02.07.2015 sowie von einer Demonstration gegen die Asylgesetzverschärfung vom 03.07.2015 in Hannover zu hören.

Auf der Veranstaltung im Pavillon erläuterte Abir Ibrahim die Situation von Asylbewerberinnen in Deutschland und die Gründe der fehlenden Präsenz von geflüchteten Frauen im Protestcamp Weißekreuzplatz sowie die Notwendigkeit des Fortbestehens des Camps. Sprachen: Arabisch mit englischer Übersetzung.

Rex Osa sprach über die Entstehung der Flüchtlingsproteste, die Wichtigkeit demokratischer Strukturen und von Transparenz unter Geflüchteten und SupporterInnen. Er warnte vor der Manipulation von Flüchtlingen durch politische Parteien in diesem Land. Sprachen: Englisch mit arabischer Übersetzung.

Im zweiten Teil: Mitschnitte von der Demonstration der sudanesischen Geflüchteten und ihrer Unterstützer*innen vom 3. Juli: Redebeitrag vom Protestcamp (arabisch und deutsch), zwei Redebeiträge zur Anfang Juli im Bundestag beschlossenen Asylgesetzverschärfung (deutsch) und akustische Eindrücke von der Demo. Bashar Abdourahman berichtete über die Situation von Yahya Mohamed Suleiman, der sich nach einem gescheiterten Abschiebungsversuch am Freitag, 3.7.2015 erneut im Abschiebeknast in Langenhagen befindet. Ein wenig Musik zwischendurch -  wieder von der Sudanese People’s Music Band.

Wh. der Sendung: 06.07.2015 um 23:00 Uhr sowie 13.07. 2015 um 15:00 und 23:00 Uhr..

Die nächste Sendung „Kein Mensch ist illegal“ gibt es am 20.7.2015 um 15:00 Uhr.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-zwoelfte-sendung.html

In der dreizehnten Sendung, moderiert von Bashar Abdourahman,  sind Mitschnitte von der Demo für Yahya vom 17.07.2015 vom Flughafen zur JVA Langenhagen zu hören.

Zuerst ein Gespräch, das am 17.07.2015 im Protestcamp Weißekreuzplatz mit zwei jungen Frauen von der Gruppe Peer-Leader Braunschweig. [Dazu eine kurze Erklärung: Peer-Leader stehen „dem, was in ihrem Umfeld passiert, nicht gleichgültig gegenüber“ und suchen „mit ihren Altersgenossen (....) das Gespräch über Themen wie Klima, Sexualität, Globalisierung usw. (...) Den Peer-Leadern sollen in den Schulungen verschiedene persönliche Fähigkeiten vermittelt werden, die als Schutzfaktoren gegenüber Gefährdungen wirksam und durch die Peer-Leader weitervermittelt werden können“ wie z.B. : Einstellungen zu wichtigen sozialen Fragen erforschen und in Frage zu stellen, Demokratiemöglichkeiten nutzen, sich zuzutrauen, Lebensbedingungen zu beeinflussen, Alternativmodelle zum Konsum kennen lernen....] Sprache: Deutsch.

Anschließend gibt es Mitschnitte von der Demo und den dort gehaltenen Redebeiträgen und ein direktes Telefonat mit Yahya Mohamed Seleiman, der in der JVA Langenhagen seit Mitte Juni inhaftiert ist und nach Italien abgeschoben werden soll. Sprachen: Englisch, Arabisch, Deutsch.

Im dritten Teil: Ausschnitte aus Zeitungsartikeln zu rassistischen Übergriffen in Bayern und Baden Württemberg. Zwischendurch – wie immer – einige Songs von der Sudanese People’s Music Band.

Wh. der Sendung: 27.07.2015 um 23:00 Uhr.

Die nächste Sendung „Kein Mensch ist illegal“ gibt es am 03.08.2015 um 15:00 Uhr.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-die-dreizehnte-sendung.html

 

In der 14. Sendung „kein mensch ist illegal“ geht es um die Situation im Protestcamp Weißekreuzplatz nach den Fakten, die der ehemalige Sprecher Maissara Saeed durch seine Erklärung auf einer Pressekonferenz Ende Juli sowie durch seine Äußerungen gegenüber dem HAZ-Journalisten Tobias Morchner geschaffen hat. Selbstherrlich gab er auf der Pressekonferenz vom 28.07.2015 das Ende des Camps bekannt, ohne mit den Aktivisten auf dem Weißekreuzplatz diesen Beschluss diskutiert zu haben, und denunzierte sie im Zeitungsartikel vom 13.08.2015 als „unverantwortlich“ und „nicht an politischer Arbeit interessiert“, weil sie nun ohne ihn das Camp weiterführen wollen. Dazu ein Text von einem Camp-Aktivisten auf Englisch und Arabisch:

All of the refugees in the protest camp in the first when Maissara said that  they will make a journalist conference about the feature of the camp, they thought that he will talk about a new plans to develop the political movement in the camp or at least he will confirm that the camp will continue until solving the problems of the sudanese refugees. Unfortunately most of the refugees in the camp do not speak english well so that why they did not make any reactions during the conference, but after the conference when they knew about what happened there begins there natural reaction, that they refused this decision and they feel that Maissara betrayed them and their case, so all of the refugees in the camp decided to fired Maissara from his position as speaker and choosing a new committee to be as a voice of the camp.
Whatever the refugees in the camp refused all members from the former committee and decided to elect a new one that can serve their interests in Germany.
Unfortunately after what Maissara said in the former conference he came again and talk to the local newspaper and he said that in the camp there is no any responsible persons and they are not qualified enough to take this responsibility and the number of the refugees now in the camp not more than 20 refugee. so in the next conference for the new committee the refugees decided to tell Maissara and the community here in Hannover about the real number when they gathered in the camp for this conference more than 100 refugee to elect for the new committee. now they didn't care for Maissara or his says anymore.
كل اللاجئين فى معسكر الاحتجاج بمدينة هانوفر اعتقدوا عندما أعلن ميسرة سعيد عن مؤتمر صحفي سيعقد للحديث عن مستقبل المعسكر جميعاً اعتقدوا انه سيتحدث عن خطط جديدة ستوضع لتنمية  المعسكر من الناحية  السياسية وتفعيل الحركة السياسية أو على الأقل انه سوف يؤكد  على بقاء معسكر اللاجئين بهانوفر وحتى إيجاد حلول لمشاكل اللاجئين السودانيين. 
ولكن للأسف معظم اللاجئين فى المعسكر لا يتحدثون اللغة الانجليزية بشكل جيد ولهذا السبب لم يكن لهم رد فعل خلال المؤتمر الصحفي ولكن بعد المؤتمر الصحفي وبعد ان علموا بما دار فى هذا المؤتمر ابتدأ رد الفعل لهم برفضهم القاطع لهذا القرار وإحساسهم العميق بأن ميسرة سعيد قد خانهم وخان قضيتهم .
لذا جميع من فى المعسكر قرروا تنحية ميسرة من منصبه كمتحدث باسم المعسكر وقرروا اختيار لجنة جديدة لتصير هى صوت المعسكر. وعلى كل حال رفض اللاجئين السودانيين فى المعسكر جميع أفراد اللجنة السابقة وقرروا التصويت لاختيار لجنة جديدة لختم مصالحهم العامة في ألمانيا. 
ولكن للأسف بعد ما قاله ميسرة سعيد فى المؤتمر الصحفي أتى مرة اخرى وتحدث لإحدى الصحف المحلية وقال فى المعسكر الآن لا يوجد من هو مسؤول  وليس لهم حتى المؤهلات الكافية لآخر المسؤلية على عاتقهم وقال إن عدد اللاجئين السودانيين الموجودين الأن حاليا في المعسكر لا يتجاوز عشرين لاجئ. 
فى المؤتمر الصحفي التالى للجنة الجديدة قرر اللاجئين بالمعسكر أن يقولوا لميسرة وللمجتمع هنا بمدينة هانوفر عن العدد الحقيقي للاجئين عندما تجمع  فى المعسكر من اجل المؤتمر أكثر من مائة لاجئ سودانى للتصويت للجنة الجديدة.  والآن هم لا يعيرون اهتماما لمسيرة أو لأحاديثه .

Es ist die komplette Sendung zu hören sowie folgende Teile:

  • Zur Geschichte und Zielsetzung von radio flora
  • Zur Pressekonferenz vom 28.7.2015 und einem Brief an Maissara
  • Zitate aus einen HAZ-Artikel vom 13.08.2015 und Kommentare dazu
  • Anmoderation der Meinungsäußerungen von Aktivisten vom Protestcamp
  • Meinungen von Aktivisten vom Protestcamp zur aktuellen Situation

Ein Motto von radio flora ist, denen eine Stimme zu geben, die sonst (in den Mainstreammedien) nicht gehört werden. Das ist mit dieser Sendung geschehen. Die Diskussion über die derzeitige Lage und die Zukunft des Protestcamps Weißekreuzplatz ist offen und wird weiter geführt. Diesen Diskussionsprozess werden wir begleiten und dokumentieren, soweit es uns möglich ist.

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/kein-mensch-ist-illegal-die-vierzehnte-sendung-august-2015.html

Resolution der TeilnehmerInnen der bundesweiten Refugee-Konferenz 21.-23.08.2015 in Hannover

Dieses bundesweite Treffen, organisiert vom Protestcamp der sudanesischen Geflüchteten auf dem Weißekreuzplatz in Hannover in Zusammenarbeit mit „Lampedusa in Hamburg“, dem „Refugee-Movement Berlin“ und der „Refugee-Bustour“, wurde unterstützt vom ver.di-Bildungswerk Niedersachsen, der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen, der DFG/VK und dem Friedensbüro Hannover, radio flora sowie anderen Gruppen und Personen.

Drei Tage lang haben mehr als 150 Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet sich über ihre Erfahrungen und Möglichkeiten des Widerstands gegen Alltagsrassismus und diskriminierende Asylgesetze ausgetauscht und beschlossen, sich künftig besser zu vernetzen und zusammenzuarbeiten. Die TeilnehmerInnen diskutierten in Workshops Fragen der aktuellen Asylgesetzgebung bzw. –verschärfung, die Situation in den Herkunftsländern der Geflüchteten und MigrantInnen und ihre Fluchtgründe sowie die spezifischen Anliegen, Forderungen und Aktionen von geflüchteten Frauen.

Ziel des Treffens war neben der Vernetzung  und der Fortführung solcher Refugee-Konferenzen die Bildung einer eigenen Medien-Gruppe. Wie nötig es ist, tendenziösen Berichten und Artikeln in den „Leitmedien“ etwas entgegenzusetzen, zeigt ein Kommentar, der am Freitag, 21.08.2015 in der HAZ erschienen ist.

Die bundesweite Refugee-Konferenz verurteilt aufs Schärfste diesen Kommentar, der unter dem perfiden Titel „Das Sudanesencamp gefährdet die Solidarität“ die Geflüchteten vom Weißekreuzplatz und ihren 15monatigen legitimen Kampf um ihre Rechte diffamiert. Der Verfasser Conrad von Meding versucht, durch Lügen – sie wollten „das deutsche Asylrecht abschaffen“, seien nicht verhandlungsbereit und nähmen für ihre Einzelinteressen „öffentliche Räume in Beschlag“, sprächen „nicht einmal Englisch“ und es gehe ihnen um „den Spaß am Protestieren und Campen“ - die AktivistInnen vom Weißekreuzplatz gegen andere Geflüchtete auszuspielen und ermuntert so geradezu zur Räumung des Protestcamps im Interesse „der örtlichen Kaufleutevereinigung“. Oft genug waren solche Hetzartikel auch Auslöser von rassistischen Gewalttaten!

Die AktivistInnen vom Protestcamp Weißekreuzplatz haben sich von Anfang an als Teil der weltweiten Refugee-Bewegung verstanden und sind solidarisch mit allen Geflüchteten.

Die TeilnehmerInnen der bundesweiten Refugee-Konferenz fordern jenseits der mörderischen Asyl- und Grenzpolitik der europäischen Regierungen und der Spaltung in willkommene (sprich: „nützliche“) und nicht willkommene Geflüchtete die Respektierung elementarer Rechte und der Bewegungsfreiheit für alle Menschen.   

Die Geflüchteten vom Protestcamp Weißekreuzplatz wollen ihren Kampf gegen die Zusammenarbeit der deutschen mit der sudanesischen Regierung fortsetzen sowie weiter für die Rechte aller Geflüchteten in Hannover, der Bundesrepublik und Europa kämpfen – und wir werden sie weiter unterstützen.

WE ARE HERE AND WE WILL FIGTH

FREEDOM OF  MOVEMENT IS EVERYBODY’S RIGHT!

TeilnehmerInnen der bundesweiten Refugee-Konferenz in Hannover, 23.08.2015

 

Für Yahya!
Kein Mensch ist allein!
Demonstration: Freitag, 17.07., 18 Uhr – Hannover Flughafen (S-Bahn-Station)

Seit Mitte Juni befindet sich Yahya Mohamed Seleiman in der Abschiebehaft der JVA Langenhagen. Für 3 Wochen war der Aktivist des Refugee Protest Camps dort im Hungerstreik, um gegen seine erneute Abschiebung nach Italien zu protestieren.
Am Freitag, den 03.07.15, 2 Tage nach seinem 28. Geburtstag, sollte Yahya mit einem Flugzeug ab Frankfurt nach Italien abgeschoben werden. Bevor das Flugzeug startete, stand Yahya aus Protest gegen seine Abschiebung auf. Als ihn der Pilot fragte, ob die Abschiebung mit seinem Einverständnis geschieht und er mit nein antwortete, schloss der Pilot die Abschiebegesellschaft vom Flug aus. Daraufhin wurde er zurück in die JVA Langenhagen gebracht.
Yahyas Protest verkörpert seine letzte Hoffnung auf ein Leben in Freiheit und Würde. In Italien hatte er auf der Straße leben müssen und war rassistischen Übergriffen ausgesetzt. Sein komplettes soziales Netzwerk hat er sich in den letzten Jahren in Hannover aufgebaut.
Sein Protest steht aber nicht nur für einen Einzelfall. Er stellt auch ein Exempel auf für alle Menschen, die ein Leben in Freiheit, Würde und Selbstbestimmung an dem Ort ihrer Wahl führen wollen. Das wird Tausenden Geflüchteten durch den Wahnsinn der europäischen Asylpolitik, Abschottung und Dublin-Verordnungen unmöglich gemacht. Erst am 02.07.15 wurde im Bundestag die Asylgesetzesverschärfung beschlossen, die es ermöglicht, viel mehr Geflüchtete als bisher in Abschiebehaft zu nehmen.
Wir nehmen Yahyas kontinuierlichen Protest und seine enorme Willensstärke zum Anlass, im Flughafen Hannover zu protestieren, die JVA Langenhagen zu besuchen und ihm zu zeigen:
Kein Mensch ist allein!
Für ein Leben in Freiheit und Würde!
Für ein solidarisches Miteinander zwischen Menschen statt Ausgrenzung!
Für Yahya!
Freitag, 17.07., 18 Uhr – Hannover Flughafen (S-Bahn-Station)

لن نتركك وحيدا
مظاهرات تضامنية مع يحي (جبرة).
الجمعة الموافق 17 يوليو 2015، تمام الساعة السادسة مساءا. التحرك من أمام مطار هانوفر، و من ثم التوجه نحو سجين الترحيل.
(جبرة ) هو أحد النشطاء في معسكر الاحتجاج في هانوفر، و هو يقبع في سجن الترحيل منذ أربعة أسابيع.
معا من أجل حرية جبرة

FLUCHT IST KEIN VERBRECHEN

Asylgesetzverschärfung foppen! Abschiebungen verhindern! Yahya Mohamed Suleiman bleibt hier!

"REFUGEE PROTEST CAMP WEIßEKREUZPLATZ - WHY WE ARE PROTESTING:

Over a year ago, we, refugees from Sudan, have established a protest camp
at Weißekreuzplatz. With this political action we peacefully but
determinately
want to make the public aware of two issues:


1. AGAINST THE COLLABORATION OF THE GERMAN GOVERNMENT WITH THE
ILLEGITIMATE SUDANESE STATE
The system in Sudan is based on the ideology of muslim extremists who see the
shari'ah as the foundation of their laws. We have been
persecuted and threatened
by this state. That is why we have fled to
seek shelter in Germany, but the German
government views Sudan as a safe
country of origin and on top of that as a trading
partner for valuable
resources.

2. FOR A HUMANE REFUGEE POLICY AND WELCOMING CULTURE
Instead of finding shelter here, we are facing an asylum system that denies us basic
human rights. It forces us into the dependency of
institutions, takes away our human
dignity, and drives us into isolation
and despair. One year of protesting seems
unsuccessful since this system
right now will be even further dehumanized through
the tightening of the
asylum law that will bring forward deportations and detention
pending
deportation. In this law we see a concession towards racism and the
continuation of an unscrupulous policy, that on the one hand cooperates with a
dictatorial regime such as Sudan, and on the other hand ignores
its victims.
Therefore, we are even more determined to continue our protest.


WE ASK FOR HUMANITY!

OUR RIGHTS. RIGHT HERE. RIGHT NOW.

REFUGEE PROTEST CAMP HANNOVER"

 

Das Protestcamp braucht Solidarität auch in Form von finanzieller Unterstützung!
Über Spenden würden wir uns sehr freuen. Entweder direkt in die Spendendose beim Infostand des Camps oder auf dieses Konto. Vielen Dank!
Verwendungszweck: refugeecamp
Postbank Hannover
IBAN: DE67 250 100 3000 4086 1305
BIC PBNKDEFFXXX
Kontoinhaber: VVN/BdA Hannover

Rückblick - Berichte über Aktionen 

Flüchtlinge vom Weißekreuzplatz Sudanesen besetzen Botschaft in Berlin

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Sudanesen-besetzen-Botschaft-in-Berlin

Etwa zehn der sudanesischen Flüchtlinge vom Weißekreuzplatz haben heute das Botschaftsgebäude ihres Heimatlandes in Berlin besetzt. Mit der gut dreistündigen Aktion wollten sie auf ihre Lage aufmerksam machen. Die Flüchtlinge haben seit dem vergangenen Jahr in der Oststadt von Hannover ein Protestlager aufgeschlagen.

Die Flüchtlinge vom Weißekreuzplatz forderten unter anderem, dass der wegen des Verdachts von Menschenrechtsverstößen mit internationalem Haftbefehl gesuchte Machthaber im Sudan, Omer Al Bashir, endlich zur Verantwortung gezogen wird. Nach Angaben von Augenzeugen hatte die Polizei zahlreiche Einsatzkräfte rund um das Botschaftsgebäude zusammengezogen. Allerdings blieb die Lage friedlich. Auf einem Banner, den die zehn Demonstranten außen an der Botschaft angebracht hatten, war "Menschenrechtsverbrecher, al-Bashir - vor den Gerichtshof" zu lesen. Nach der dreistündigen Protestaktion verließen die Demonstranten das Gebäude nach Angaben der Polizei freiwillig. Gegen sie wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet.

Pressemeldung der Besetzer der Botschaft von Sudan in Berlin: „Hey, krimineller Diktator, diese Botschaft gehört uns! Du musst jetzt gehen.

11. Februar 2015  http://www.africa-live.de/pressemeldung-der-besetzer-der-botschaft-von-sudan-in-berlin-hey-krimineller-diktator-diese-botschaft-gehoert-uns-du-musst-jetzt-gehen/

„Wir sind Flüchtlinge und politische Aktivisten aus dem Sudan und besetzen heute als friedliche Protestaktion unsere Botschaft in Berlin, um damit unsere politische Position gegen die Regierung des Sudan deutlich zu machen. Diese Regierung ist durch einen Militärputsch seit 1989 an der Macht und wird von dem Verbrecher Omar Al Bashir angeführt, der durch den Internationalen Gerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Kriegsverbrechen gesucht wird. Al Bashir führt eine Gruppe islamistischer Extremisten an, die 2011 die Teilung des Sudans in zwei Staaten verursacht hat, nachdem sie zum heiligen Krieg gegen den Süd-Sudan aufgerufen hat.

Wir kommen aus der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover aus unserem Protestcamp am Weißekreuzplatz, dass wir am 24. Mai 2014 als öffentliches Zeichen unserer politischen Forderungen errichtet haben, die auf folgenden Punkten basieren:

  • Der Ablehnung der Verletzung unserer grundlegenden Menschenrechte durch die deutsche Regierung und ihrer Asyl-Gesetzgebung bzw. der Forderung nach Schutz und Unterkunft, wobei es sich nach dem deutschen Grundgesetz und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte um Grundrechte handelt.
  • Der Forderung, die Kooperation zwischen Deutschland und der sudanesischen Regierung zu beenden. Diese Kooperation unterstützt die von einem Verbrecher angeführte sudanesische Regierung dabei, Unterdrückung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit fortzuführen. 

Durch unsere Aktion hier heute in Berlin wiederholen wir unsere oben genannten Forderungen und möchten die öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken. 

Diese Botschaft wurde dem sudanesischen Volk gestohlen!                                                                                    Wir sagen heute, nach 26 Jahren Unterdrückung durch den Diktator Omar Al Bashir: Genug ist genug! Du musst abtreten!  Unsere Botschaft an die deutsche Regierung ist: Genug ist genug! Gewähre sudanesischen Flüchtlingen das Bleiberecht in Deutschland und stoppe die Kooperation und wirtschaftliche Unterstützung mit dem kriminellen Regime im Sudan!

Unser Aufruf an die Menschen in Deutschland: Unterstützt unsere Forderungen und die aller Flüchtlinge nach einem Bleiberecht in Deutschland und den Schutz der Menschenwürde im Sinne des Grundgesetzes! 

Unser Recht. Genau hier. Genau jetzt.

 Refugees Protest Camp, Weißekreuzplatz, Hannover
11. Februar 2014

29.11.2014: NACHBARSCHAFTSFEST 1 HALBES JAHR REFUGEE PROTESTCAMP HANNOVER 

 Den Protest feiern und der Kälte trotzen! Am 29.11.2014  feierten ca. 150 Refugees und Unterstützer/-innen unter dem Motto „We asked for humanity“-- „and we need to go on asking for humanity“


1 halbes Jahr Kampf und Widerstand
1 halbes Jahr Einheit und Solidarität
1 halbes Jahr Herausforderungen und Schwierigkeiten
1 halbes Jahr Hoffnung und Kraft
1 halbes Jahr Begegnungen, Freundschaften, Netzwerke
und wir geben nicht auf!

gemeinsam mit einem wunderschönen Fest das sechsmonatige Bestehen des Refugee Protest Camp in Hannover. Es gab ein vielfältiges Programm mit der Camp-Band S.P. Music, einer Fotoausstellung über den Sudan, Kaffee und Kuchen, Samba, Capoeira, köstliches sudanesisches Essen und Tanz!

6.12.2014: DEMONSTRATION „TALK IS CHEAP“

 Eisige Kälte des Winters, eisige Kälte von Regierung und Behörden. Gegen das Verbot der
Wintervorbereitungen des Camps unter Androhung der Räumung und die Ablehnung des subsidiären Schutzes nach   § 23 vom niedersächsischen Innenministerium gingen die sudanesischen Flüchtlinge am Weißekreuzplatz, am 6.12.2014 auf die Straße und traten damit erneut lautstark für ihre Forderungen ein:

Das Recht, als Flüchtlinge anerkannt zu werden und in Deutschland bleiben zu können.
Das Recht auf eine Arbeitserlaubnis.
Das Recht, nicht abgeschoben zu werden, weder in den Sudan noch in unsichere Drittstaaten.
Den sofortigen Stopp der deutsch-sudanesischen Regierungszusammenarbeit.
Das Recht auf einen selbstorganisierten Raum für Flüchtlinge in der Stadt.  

Das Recht auf volle Gesundheitsversorgung.

Das Recht auf menschenwürdiges Wohnen.

10.12.2014: GESPRÄCHSRUNDE IM PAVILLON – ÜBERWINTERN FÜR DIE MENSCHENRECHTE

Zu der Frage „Ein halbes Jahr Refugee Protestcamp auf dem Weißekreuzplatz – wie geht es weiter?“ organisierten das Refugee Protestcamp Hannover, der Flüchtlingsrat Niedersachsen und das Kulturzentrum Pavillon am 10.12.2014 eine gemeinsame Veranstaltung mit Sprechern vom Protestcamp, Vertreter/-innen aus der Kommunal- und Landespolitik und vom Flüchtlingsrat Niedersachsen. Dabei ließen die aus dem Sudan Geflüchteten die letzten 6 Monate ihres Protestes Revue passieren, um danach mit allen Teilnehmenden über die Zukunft zu sprechen: Wie steht es um die im Juni der Politik präsentierten Vorschläge und Forderungen? Was sind sinnvolle nächste Schritte? Wie ist die Situation im Camp und auf dem Weißekreuzplatz? Und wie kommt das Camp sowohl politisch wie aber auch ganz materiell durch die kalte Jahreszeit?

13.12.2014: Kundgebung anlässlich des Feuers auf dem Weißekreuzplatz

In der Nacht vom 10. auf den 11.12.2014 wurden zwei Zelte des Protestcamps angezündet und zerstört. Dabei wurde einer der Refugees verletzt und viele haben ihr Hab und Gut verloren. Zahlreiche Menschen haben sich am 13.12.2014 zur Kundgebung auf dem Weißekreuzplatz versammelt und ein kraftvolles Zeichen der Solidarität und des ungebrochenen Widerstands gesetzt. Der Tag hat gezeigt, dass der Brand uns nicht einschüchtern konnte. Im Gegenteil - wir werden gemeinsam weiter für das Recht auf Freiheit, Rechte und Glück für alle Menschen kämpfen!

       
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Erklärung der Refugees vom Protestcamp zu Vorfällen und rechten Drohungen in der Nacht vom 3.10.2014 in Hannover:

Wertlose Leben

Gegen ca. 21 Uhr am gestrigen Samstagabend bekamen wir  im RefugeeProtestCamp Hannover die Informationen, dass eine Gruppe rechten Gedankenguts versucht, unser Camp anzugreifen. Es gab auch wirklich eine Gruppe, die wenige hundert Meter entfernt vom Camp stand und Späher vorbeischickte, sodass wir wirklich von einem geplanten Angriff ausgehen konnten. Kurze Zeit später gab es einen Angriff auf unsere Freundinnen und Freunde. Vier unserer Freundinnen und Freunde wurden verletzt, ein Mädchen Anfang 20 ist nun im Krankenhaus, sie benötigte eine Notoperation, weil ihr aufgrund von Schlägen die Nase gebrochen wurde. Es war eine sehr unübersichtliche Situation, die uns die ganze Nacht beschäftigte.
Wir Refugees vom Weißekreuzplatz möchten dazu folgendes sagen:
Zu allererst wünschen wir den Verletzten von gestern eine schnelle Genesung. Danke an alle, die die Verantwortung übernommen haben, unser Camp zu beschützen. Damit zeigten sie uns, dass sie jegliche Art von Aggressionen und Gewalt gegen uns und gegen unseren friedlichen und offen politischen Protest verurteilen.
Wir sehen, dass die deutschen Behörden, auf nationaler und lokaler Ebene, verantwortlich für den Schaden der letzten Nacht sind. Und sie werden verantwortlich sein über die Leben von Geflüchteten und Supporter*innen und jeglichen Schaden, der ihnen zugefügt werden kann.
Wenn wir sehen, was gestern passiert ist, wird klar, was wir ständig sagen. Deutsche Behörden fassen das Leben von Geflüchteten nicht als wertvoll oder zumindest als weniger Wert auf.
Nachdem wir mehr als vier Monate auf der Straße verbrachten, blicken wir nun dem aufkommenden Winter entgegen, während die Behörden und Politiker*innen immer noch keine wirklichen Taten hervorbrachten.
Wir wiederholen unsere Forderungen, dass wir das Recht zu Bleiben und als Flüchtlinge anerkannt zu werden, garantiert bekommen.
Wir rufen alle in Hannover auf, die an Freiheit und Gerechtigkeit glauben, in ihrer Unterstützung  für das Camp und unseren politischen Protest weiter und wieder aktiv zu sein.
 
Refugee Protestcamp Hannover, Weißekreuzplatz, Hannover
Samstag, 4.10.2014

Cheap lives

At around 21.00 hour, yesterday night, 03.10.2014, we had been informed at our Camp that a group of radical extremists is trying to attack our camp, actually there was a gathering of these people around the camp, time later, they tried to attack our camp, and they caused injuries among our friends from German people. Four of our friends were seriously injured, one of them a girl in early twenties of her age now at hospital, she had an operation because of damaged face with a broken nose.

And had a situation of instability and threatening the whole night, dawn up to morning.   

Refugees in Weissekreuzplatz:

First, wish all those who had been injured yesterday a speediest recovery.

Thank all those who took the responsibility of protecting our camp yesterday.

Condemn any kind of aggression and violence against us and against our peaceful and open political articulation and protest.

See the German authorities and politicians at National, state and local level are responsible about the damage which happened last night, and they will responsible about the lives of refugees as well as their supporters and any kind of harm may happen to them.

See what happened yesterday, is confirming what we always say, that, German Authorities see refugees lives as something of no value or at least of cheaper value in Human being scale.

Spent more than four months in the street, and will face the tough upcoming winter time, while the authorities still as if they are not here in terms of concrete doings.

Repeat the demands again to be guaranted the right to stay and to be recognized as refugees, right here and right now.    

Call all freedom believers in Hannover, to reactivate their support to the camp and its political demands.

Refugees protest camp, weissekreuzplatz, Hannover

Saturday, 04.10.2014   

Maissara M. Saeed

Hannover - Germany

  

Veranstaltungshinweis des Refugee Protest Camps Hannover vom 5. September 2014

Anlässlich jüngster kleiner Erfolge und dem Start einer weitreichenden neuen politischen Kampagne lädt das Flüchtlingscamp am Weißekreuzplatz alle Freunde und Unterstützer zu einer Bestehensfeier und Demonstration ein:

Kundgebung auf dem Weißekreuzplatz
Samstag, 6.9.2014, 14.00 – 21.00 Uhr

Unser Recht, genau hier, genau jetzt!

Timetable

Beginn 12.00 Uhr
Demonstration 14.00-16.00 Uhr
Kundgebungen 16.30-21.00 Uhr: Rede – Pause, Musik – Rede – Dinner

“Wenn Menschen von dem eingenommen sind, was richtig ist und bereit sind, dafür Opfer zu bringen, dann gibt es kein Halten bis zum Sieg.”   Martin Luther King Jr.

Wir laden alle Flüchtlinge aus Hannover und Niedersachsen, Unterstützer/-innen, Aktivist/-innen, NGO´s, Medien, unsere Nachbar/-innen und alle Interessierten herzlich zu uns aufs Camp ein, um gemeinsam 100 Tage Refugee Camp Hannover – Einheit, Widerstand und Herausforderungen – mit uns zu feiern! Am 24. Mai 2014 startete das Camp als deutliches Zeichen des Protests gegen die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, die Situation von sudanesischen Flüchtlingen in Niedersachsen und die Position der Deutschen Bundesregierung zur Lage im Sudan.

Wir, die Flüchtlinge auf dem Camp in Hannover, möchten:

  • über die aktuelle Situation auf dem Camp und unsere politische Haltung gegenüber der Reaktion der Offiziellen und Politiker/-innen in Hannover und Niedersachsen informieren, diskutieren und uns austauschen.
  • die Einheit und Solidarität unter Flüchtlingen zum Ausdruck bringen.
  • die nächsten Schritte erklären und eine neue Phase des Widerstands beginnen.
  • Eine Solidaritäts-Kampagne anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von „ The Voice Refugee Forum“ (1.-5. Oktober 2014) starten
  • Sudanesische Kultur und politische Themen mit einer Ausstellung und Videoshow zeigen
  • zu sudanesischem Essen und Trinken einladen

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Weitere Terminankündigung: Großdemonstration Sa., 20.09.14, Hannover

 

Protestierende des Weißekreuzplatzes fordern Bleiberecht nach Paragraf 23 des Aufenthaltsgesetzes

Presseerklärung des Refugee Protestcamps am Weißekreuzplatz Hannover

Die sudanesischen Flüchtlinge auf dem Weißekreuzplatz befördern den Kampf um ihre Grundrechte auf eine neue Ebene: Wie ein Sprecher des Camps am Donnerstag verlauten ließ, wolle man von nun an verstärkt darauf aufmerksam machen, dass der Landtag Niedersachsens, anders als bisher oft behauptet, durchaus eine Handhabe hat, viele der Forderungen der Flüchtlinge des Protestcamps zu erfüllen.
Zu Beginn der Pressekonferenz wurden erneut die Wurzeln der Probleme von Geflüchteten aus dem Sudan erklärt. Diese sind zum einem in den deutschen Asylgesetzen zu finden und zum anderen in der Zusammenarbeit der deutschen mit der sudanesischen Regierung.
Außerdem wird auf die politischen Grundsätze des Protestes hingewiesen: Ja zur Zusammenarbeit mit Politikerinnen und Politikern sowie anderen Beteiligten. Nein zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Ja zur Unterstützung aus der deutschen Gesellschaft und friedlicher Nachbarschaft.
Seit Beginn des Protestcamps am 24. Mai 2014 gab es mehrere Gespräche am Runden Tisch mit Politikerinnen und Politikern auf der Ebene von Stadt und Land. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass detailliertere Forderungen benötigt werden, um Lösungsansätze zu finden. Dreizehn Forderungen wurden daraufhin am 26. Juni in Form einer Petition von den Protestierenden veröffentlicht. Sie machen deutlich, dass die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen Möglichkeiten haben, die Probleme der Geflüchteten zu lösen.
Bei dem Symposium am 31.7. im Kulturzentrum Pavillon, organisiert von Amnesty International Hochschulgruppe Hannover und dem Stadtbezirk Hannover-Mitte, wurde als Lösungsvorschlag erstmals die Anwendung des Paragrafen 23 des Aufenthaltsgesetzes durch die Landesregierung benannt:

Das deutsche Aufenthaltsgesetz gibt mit dem Paragrafen 23 dem Land Niedersachsen die Möglichkeit, einer Gruppe von Ausländern aus humanitären Gründen oder politischen Interessen ein Bleiberecht auf Zeit samt Arbeitserlaubnis zu erteilen. Angewendet wird der 1. Absatz dieses Paragrafen derzeit zum Beispiel bei aus Syrien Geflüchteten.
Die sudanesischen Flüchtlinge vom Weißekreuzplatz fordern nun das Land Niedersachsen auf, auch in ihrem Fall von Paragraf 23 des Aufenthaltsgesetzes Gebrauch zu machen.

„Die humanitäre Notlage ist ganz klar gegeben: der Sudan ist seit Jahrzehnten von Bürgerkriegen zermürbt. Als Gesetzesgrundlage dient die Scharia und unser Diktator ist das einzige amtierende Staatsoberhaupt, das vom internationalen Gerichtshof in Den Haag gesucht wird – für Völkermord, Verbrechen an der Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Wir sind aus Angst um unser Leben geflüchtet, werden hier aber nicht als politische Flüchtlinge anerkannt“, kritisiert Maissara Saeed, einer der Sprecher des Protestcamps.
Obwohl die sudanesische Regierung international scharf kritisiert werde, arbeite die deutsche Bundesregierung mit dem extremistischen Diktator zusammen. Niedersachsen könnte hier einen ersten Schritt in Richtung einer verantwortungsvolleren und vorausschauenderen Politik machen, meint der Sprecher.
„Mit der Aufenthaltsgestattung und Arbeitserlaubnis wären viele unserer Forderungen indirekt erfüllt. Wir könnten endlich unabhängig und in Würde leben. Mit der Möglichkeit, arbeiten zu können, stünden wir auf eigenen Beinen, könnten Teil der Gesellschaft sein, könnten uns zum Beispiel eine eigene Wohnung und Krankenversicherung leisten. Und: Wir könnten unseren Protest beenden“, so Saeed.

Um den Forderungen Gehör zu verschaffen, werde in den kommenden Wochen eine vielfältige Kampagne durchgeführt. Unter anderem wird eine weitere Petition gestartet. Die Geflüchteten hoffen auf anhaltend breite Unterstützung aus der Bevölkerung.

 

 
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