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Auf dieser Seite sind die zuletzt eingestellten Beiträge der Rubrik Geschichte gelistet.
Volkszählung und Erfassung im NS-Staat
Kaum hatten sich die Nazis als Regierungspartei etabliert, gingen sie daran, sich per Volkszählung einen Überblick über die deutsche Bevölkerung zu verschaffen. Schon im Juni 1933 wurde eine Volks-, Berufs- und Betriebszählung durchgeführt. Neben der allgemeinen Zählung gab es detaillierte Sonderzählungen für Juden und Ausländer. In den folgenden Jahren wurde die gesamte Bevölkerung erfasst, unerwünschte Minderheiten wurden besonders markiert. Mit Lochkarten und Hollerith-Maschinen nutzte der NS-Staat bereits Methoden der modernen Datenerfassung. Die lückenlose bürokratische Erfassung ermöglichte die Vernichtung der europäischen Juden und anderer Minderheiten. Am Beispiel von Städten in der Region Hannover wird exemplarisch beschrieben, wie die NS-Statistiker ihrer tödlichen Profession nachgingen. ... mehr
Autor
Hubert Brieden
Datum
May 14 2010
Spielzeit
20:46
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MP3
Der Auschwitzüberlebende Salomon Finkelstein erzählt
Der Versuch von SPD, der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und Teilen
des Zentrums den 1. Mai in der Weimarer Nationalversammlung für das Jahr
1919 als gesetzlichen Feiertag zu etablieren, scheiterte am 15. April 1919
an der bürgerlich-rechten Opposition, die aus der Deutschnationalen
Volkspartei (DNVP), der Deutschen Volkspartei (DVP), sowie weiten Teilen
des Zentrums bestand. Erst die Nazis erhoben den 1. Mai am 10. April 1933
per Reichsgesetz zum „Feiertag der nationalen Arbeit“, der heute in den
etablierten Massenmedien gerne auf den „Tag der Arbeit“ verkürzt wird.
In der Hoffnung auf Erhalt der eigenen Organisation, biederte sich die
Führung des sozialdemokratisch dominierten Allgemeinen Deutschen
Gewerkschaftsbundes (ADGB) unter Theodor Leipart bei den faschistischen
Machthabern an und rief seine Mitglieder zur Teilnahme an den
Maifeierlichkeiten 1933 auf. Doch der Pakt mit dem Teufel sollte nicht
lange währen. Wehten am 1. Mai noch Hakenkreuz- neben ADGB-Fahnen, so
wurden am folgenden Tag schon die Gewerkschaften verboten und die
Gewerkschaftshäuser von Trupps der SA und Nationalsozialistischen
Betriebszellenorganisation (NSBO) gestürmt.
Der generelle Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit spielte unter den
Nazis keine Rolle mehr. Halluziniert wurde der Unterschied in ein gutes
nationales, weil deutsches schaffendes und schlechtes internationales,
weil jüdisch raffendes Kapital.
Die insbesonders „deutsche Arbeit“ wurde zum Lebensideal erhöht. Die
Gleichschaltung erfolgte über eine Mutation des Arbeitgeber zum
Betriebsführer und des Arbeitnehmeres zum Gefolgschaftsmitglied. Allgemein
galt für den deutschen Volkskörper ein eingeschränkter
Arbeitsplatzwechsel. Für Mädchen und junge Frauen das Pflichtjahr und für
Männer neben der Wehrpflicht, das Reichsarbeitsdienstjahr.
Außerdem errichteten die Schergen Hitlers in Deutschland und im
okkupierten Ausland ein komplexes Zwangsarbeitssystem, das Millionen
Menschen versklavte und vielen das Leben kostete. Zivilarbeiter und
Kriegsgefangene mußten die deutsche Kriegswirtschaft am Laufen halten,
deutsche und ausländische KZ-Häftlinge sollten durch Zwangsarbeit
umerzogen und Juden durch sie vernichtet werden.
Der polnische Jude Salomon Finkelstein überlebte die Hölle diverser
Zwangsarbeitslager und des Vernichtungslagers Auschwitz nur durch Zufall. ... mehr
Autor
Helge Kister
Datum
May 03 2010
Spielzeit
57:26
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Der Wehrmachtsdeserteur Peter Schilling erzählt
Peter Schilling erlebte als Soldat, welche Grausamkeiten und Verbrechen die Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges beging und wie hohl angesichts dieser Realität die Phrasen von Heldentum und soldatischer Ehre klangen. Schließlich entschloss er sich, nicht mehr mitzumachen und zu desertieren. Der Titel seines Vortrages lautet: Befehl, Gehorsam, Verweigerung und Zivilcourage. ... mehr
Autor
Helge Kister
Datum
December 25 2009
Spielzeit
36:25
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MP3
Ist die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit durch die deutsche Nachkriegsjustiz gescheitert?
In seinem Votrag befasst sich der hannoversche Jurist und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Joachim Perels mit der gescheiterten Aufarbeitung der NS-Verbrechen durch die Justiz der Bundesrepublik Deutschland. ... mehr
Autor
Helge Kister
Datum
December 16 2009
Spielzeit
27:39
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Der Wehrmachts-Deserteur Ludwig Baumann erzählt
Ludwig Baumann wollte nicht für Hitler und die NS-Diktatur in den Krieg ziehen. Darum beschloss er zu desertieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Deserteuren überlebte er den Krieg und setzte sich für deren Rehabilitierung ein, die ihnen in der Bundesrepublik über Jahrzehnte verweigert wurden. ... mehr
Autor
Helge Kister
Datum
December 16 2009
Spielzeit
24:01
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Pogromnacht 1938 in Hannover
In dieser Radiocollage aus Zeitzeugenaussagen, Originaltönen und Hintergrundinformationen wird das Pogrom gegen die hannoverschen Jüdinnnen und Juden im November 1938 auf eindringliche Weise beschrieben. ... mehr
Autor
Hans-Juergen Hermel, Shaun Hermel
Datum
December 14 2009
Spielzeit
25:22
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Manfred Herzfeld und sein Gruß an Deutschland
Seit 1921 war der in Hannover aufgewachsene Dr. Manfred Herzfeld als Rechtsanwalt in Celle tätig. Der Nationalsozialismus beraubte ihn, den jüdischen Rechtsanwalt, seiner Existenzbasis. Er emigrierte 1936 nach Palästina. Dort erschien 1946 eine kleine Sammlung von Gedichten, mit der er einen bitteren ,,Gruß an Deutschland" sendete. Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück. Reinhard Rohde beschreibt in diesem Radioessay die drei Leben von Manfred Herzfeld.
Sprecher sind Mechthild Dortmund, Hubert Brieden und Reinhard Rohde. ... mehr
Autor
Reinhard Rohde
Datum
October 26 2009
Spielzeit
58:31
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Die dunkle Geschichte des psychiatrischen Krankenhauses Wunstorf
Beschrieben wird die Geschichte des psychiatrischen Krankenhauses Wunstorrf von den Anfängen bis zu den Krankenmorden während der NS-Zeit. Auch nach dem Ende der NS-Diktatur setzte ein tatbeteiligter leitender Arzt seiner Karriere in Wunstorf fort. ... mehr
Autor
Hubert Brieden
Datum
September 07 2009
Spielzeit
13:04
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Antisemitismus und deutsche Arbeit
Eines der zentralen antisemitischen Vorurteile ist das vom "Juden", der von der "guten deutschen Arbeit" lebe. Bis heute kursieren Wahnvorstellungen vom "raffenden und schaffenden Kapital", wobei "der Jude" der Repräsentant des "internationalen raffenden Kapitals" sei und "der deutsche Unternehmer" der des "schaffenden Kapitals". Vorurteile, die bis auf Martin Luther zurückgehen. ... mehr
Autor
Hubert Brieden, Sprecherin: Steffi Theil
Datum
July 06 2009
Spielzeit
10:44
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60 Jahre BRD - Remilitarisierung und Repression: Gespräch mit Walter Timpe - Antimilitarist und Gewerkschafter.
Geboren wurde Walter Timpe 1931, erlebte die NS-Diktatur und den Zweiten Weltkrieg als Kind vorwiegend in Hannover. Auf Grund dieser Erfahrungen trat er mit 18 Jahren 1949 der KPD bei. 1953-1956 arbeitete er als Journalist für kommunistische Tageszeitungen. Auf Grund dieser Arbeit verurteilten ihn ehemalige Nazirichter zu einem Jahr Gefängnis, drei Jahren Berufsverbot sowie Führerscheinentzug. Walter Timpe saß seine Haftzeit in Wolfenbüttel vollständig ab, arbeitete nach seiner Haftzeit in einer Druckerei und später als Versicherungsangestellter. Zeit seines Lebens war er als Gewerkschafter aktiv und wurde 2001 für dieses Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bis zu seinem Lebensende 2008 kämpfte er gegen den Militarismus in Deutschland. So ließ er es sich nicht nehmen 2005 als Redner auf der Kundgebung des Antimilitaristischen Bündnisses gegen das Öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr in Neustadt-Bordenau aufzutreten. Das Gespräch mit Walter Timpe führte Hubert Brieden 2005. ... mehr
Autor
Hubert Brieden
Datum
June 08 2009
Spielzeit
51:11
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Der Kosovokrieg - Vorbereitung und Folgen
Radiovortrag von Brigadegeneral a.D. Dr. Heinz Loquai
Der NATO-Krieg gegen Jugoslawien brachte am 24. März 1999 den ersten Kriegseinsatz deutscher Soldaten nach dem 2. Weltkrieg. Dies war eine Zäsur in der deutschen Politik, eine Weichenstellung für die Bundeswehr. Die deutschen Streitkräfte, die nach dem Grundgesetz eine Verteidigungsarmee sind, wurden in eine Armee zur weltweiten Intervention umgestaltet.
Zum Referenten: Dr. Heinz Loquai war Brigadegeneral der Bundeswehr und bis Ende März 1999 bei der deutschen OSZE-Vertretung in Wien als Militärberater tätig. Er konnte dort einen guten Einblick in die Entwicklung und Zuspitzung des Kosovo-Konfliktes gewinnen. Seine Behauptungen, in zwei Büchern dargelegt und begründet: Dieser Krieg war vermeidbar. Die deutsche Öffentlichkeit wurde über die wahre Lage vor Beginn des Krieges getäuscht. Auch dieser Krieg hat unermessliche Schäden angerichtet und eine Lösung der Probleme erschwert.
Mitschnitt einer Veranstaltung des Arbeitskreises Regionalgeschichte und des Verdi-Bildungswerkes am 3.11.2005 in Neustadt a./Rbge. ... mehr
Autor
Hubert Brieden
Datum
April 29 2009
Spielzeit
48:44
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Aktualität und Umfang des Angebots
Auf dieser Seite sind die 10 zuletzt eingestellten Beiträge gelistet. Ältere Beiträge werden in Kürze über ein separates Beitragsarchiv verfügbar gemacht. Eine entsprechende Ankündigung folgt.
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